Unser neuer Blog wurde erst vor kurzem gestartet und wir haben uns gedacht, dass wir das eine oder andere, was als „Basics“ bezeichnet werden könnte, gerade auch für Einsteiger beim Klettern geeignet sein könnte. Nachdem wir schon einen Post über die passenden Kletterschuhe geschrieben haben, kommt hier ein neuer Beitrag zum richtigen Kletterseil.
Grundsätzlich kann man drei Typen von Kletterseilen unterscheiden:
1. Einfachseile – Kletterseile für Routen ohne scharfe Kanten
Sogenannte Einfachseile werden immer dann verwendet, wenn man an Orten klettert, wo keine scharfen Felskanten das Seil durchschneiden könnten. Sie eignen sich demnach für kleinere und größere senkrechte Felswände, für Kletterhallen oder für Big Walls.
Einfachseile werden aus nur einem Strang hergestellt und können daher leicht von scharfen Ecken gekappt werden. Meist verfügen Einfachseile über einen Durchmesser von 9 Millimeter. Hier gilt: Je höher der Durchmesser, desto fester wird das Kletterseil und desto höher wird die Sturzzahl. Allerdings erhöht sich mit dem Durchmesser auch das Gewicht. Wenn man vor allem Kletterseile verwendet, die länger als 20 Meter sind, macht sich der Gewichtsunterschied schon bemerkbar. Vor dem Klettern sollte man deshalb dafür sorgen, das Verhältnis von Seildicke und Seilgewicht abzwägen.
Je nach Route und Erfahrungsgrad wählen Kletterer dünnere oder dickere Einfachseile. Erfahrene Klettersportler werden sicherlich dünnere Kletterseile wählen, um gleichzeitig Gewicht zu sparen, während Anfänger sich eher für dickere Kletterseile entscheiden, um möglichst viele Sicherheitsparameter zu erfüllen.
2. Zwillingseile – Kletterseile als Paar fürs Bergsteigen
Bei Zwillingsseilen werden immer gleiche Seile als Paar verwendet. Gleichzeitig verfügen diese Kletterseile über Zwischensicherungen. Zwillingsseile sind hervorragend dort geeignet, wo die Sicherheit zusätzlich erhöht werden muss, also beim klassischen Bergsteigen und in instabilem Gelände. Mit der Verwendung von Zwillingsseilen kann man verhindern, dass man in Gefahr gerät, wenn ein Kletterseil durch scharfe Felskanten beschädigt werden könnte.
3. Halbseile – noch mehr Sicherheit
Im Vergleich zu Zwillingsseilen bieten Halbseile noch mehr Sicherheit, da bei diesen Kletterseilen eine andere Technik verwendet wird. Das Halbseil besteht aus zwei Teilen. Jedes Teil wird separat und selbständig über unterschiedliche Sicherungspunkte geführt. Werden die Sicherungspunkte weiter entfernt voneinander platziert, können sowohl die Reibung als auch die Fangstöße reduziert werden. Der große Vorteil von Halbseilen besteht darin, abwechselnd und unabhängig mit jedem Seil extra zu sichern. Halbseile finden vor allem beim Hochgebirgsklettern, beim Eisklettern und im gemischten Gelände Verwendung. Verwendet man beim Klettern Halbseile, dürfen deren Sicherungselemente nicht mit jenen von Zwillingsseilen kombiniert werden. Denn dann besteht die Gefahr, dass eines der Kletterseile aufgrund der unterschiedliche Gleitgeschwindigkeiten durchbrennen kann, wenn der erste am Kletterseil stürzt.


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